Heute
sind wir Menschen mit HIV und AIDS ein bunter Haufen, eine heterogene Gruppe
und die Herausforderungen und Chancen
ergeben sich gerade aus unserer Vielfalt der kulturellen Hintergründe, des
Eigensinns und Anders-Sein einer und eines Jeden.
Die
Gemeinsamkeit ergibt sich eigentlich „nur“ aus der Angst und dem damit
verbundenen Stigma.
Angst
vor Ausgrenzung, Ablehnung und den Erfahrungen von Ungleichbehandlung,
Diskriminierung und Verlust von Wertschätzung unseres Menschseins.
Einerseits
möchten wir gleichwertig sein, integriert und akzeptiert, in der Norm verankert
und andererseits ist unsere Vielfalt auch unser Reichtum und wir schätzen
Eigensinn, Anders-Sein und die Kraft, mit Brüchen im Leben zu stehen.
Welche
Auswirkungen hat die Diversität für eine Organisation, die Menschen mit HIV und AIDS nach Außen
Gehör verschaffen will?
Welche Bilder, welche Botschaften der Identität soll
sie transportieren, welche nicht? Und wie verschafft die Organisation auch nach
Innen genügend Raum für die vielfachen kulturellen Hintergründe?
Wie schaffen wir nicht neue normative Zwänge,
sondernd stärken uns an der Vielfalt? Welches sind die Werkzeuge, um sowohl
nach Innen die Menschen zu stärken sich einzubringen, ihre Sicht zu vertreten,
als auch nach Außen in einer Klarheit und „ Einheit“ unsere Vielfalt zu
repräsentieren und einzubringen?
Vaumarcus 2008
Ein Wochenende am Neuenburgersee für Menschen
mit HIV /AIDS, Freunde, Angehörige und Mitarbeitende von HIV/AIDS Organisationen: Begenungen,
Austausch, Reflexion und Aktion.
Mit
Inputreferaten, Podiumsdiskussionen und Workshops.
Freitag 17. Oktober
16Uhr bis Sonntag 19.Oktober 16Uhr
Le Champs in Vaumarcus (VD)
Welche Bilder habe ich von HIV und AIDS? Wie
sehe ich mich?
Wer bin ich mit HIV/AIDS? Was gebe ich von
mir preis? Wem sag ich was?
Welches Bild zeichnen die Medien von
Menschen mit HIV und AIDS?
Welche Bilder sind in den Köpfen der
allgemeinen Bevölkerung?
Was sehen sie in uns? Stimmen diese Bilder
mit meiner Lebensrealität
überein? Sind die Bilder noch passend nach
25 Jahren AIDS-Arbeit?
Können und wollen wir etwas ändern?
Wie nehmen wir
Einfluss? Welche der heutigen Bilder sind nützlich?
Gibt es überhaupt
ein Bild ? Was bewirken die Bilder in meinem Innern?
Was bewirken sie
bei meiner Lebensgestaltung?
Welche Bilder
brauchen wir, um im privaten und öffentlichen Leben
gleichwertig zu
sein? Welche Bilder stehen uns vor dem Glück?
Wer prägt die
Bilder, ausser den Medien? Welches Bild begegnet mir
in der Medizin?
Wer soll an den Bildern rütteln?
Welche Mittel stehen uns zur Verfügung?